mercredi 30 janvier 2008

SUPERMARCHÉ - Le premier Aldi romand dope les ventes de ses concurrents

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Le premier Aldi romand dope les ventes de ses concurrents

SUPERMARCHÉ | 00h04 L'arrivée à Collombey, dans le Chablais, du discounter allemand et de ses produits à bas prix, n'a pas vidé les supermarchés des environs. Au contraire, elle stimule les ventes et amène de nouveaux clients. Pour le plus grand bonheur de Coop et Casino.

DR | CONCENTRATION La réunion, dans la zone commerciale de Collombey, d'Aldi, de Coop et de Casino attire une nombreuse clientèle, qui n'hésite pas à passer d'un supermarché à l'autre pour trouver ce qui lui convient au meilleur prix.

ANNE-ISABELLE AEBLI | 28 Janvier 2008 | 00h04

«Ce n'est plus du tout la folie des débuts, il n'y a plus de voitures parquées partout, mais il y a quand même tout le temps du monde!» note une Montheysanne qui vient régulièrement faire des achats chez Aldi à Collombey.

Moins de trois mois après son ouverture à Collombey (VS), la première filiale romande du discounter allemand semble avoir trouvé son rythme de croisière, à la satisfaction du groupe. «Nous sommes très contents! Il y a beaucoup de clients et pas seulement de ceux qui viennent une fois, mais aussi des clients réguliers», note Sven Bradke, porte-parole d'Aldi-Suisse. Des chiffres? Le groupe refuse d'en donner. Mais il suffit de se pencher sur la santé des commerces voisins pour comprendre que ce premier pas en pays francophone est un succès.

Cette réussite ne se mesure pas aux plaintes ou à la grogne des grandes surfaces proches, au contraire! L'arrivée d'Aldi a engendré un afflux de clientèle au centre Coop, situé à un jet de pierre. «Nous notons une augmentation du nombre de clients comme du chiffre d'affaires», se réjouit Daniel Rey, porte-parole de Coop Suisse romande. Pour la troisième semaine de janvier, par exemple, la hausse du chiffre d'affaires était de 6%. «Excellent», souligne Daniel Rey.

La tendance, déjà constatée en Suisse alémanique, est confirmée par le groupe Magro, propriétaire de l'Hypercasino. Signifie-t-elle que le magasin de Collombey attire des clients de toute la Suisse romande? «Je ne peux pas répondre à cette question», s'excuse Sven Bradke. Une petite visite sur place tend à démontrer le contraire. Sur le parking d'Aldi, les plaques d'immatriculations sont avant tout valaisannes. Et, à quelques très rares exceptions près, les autres sont vaudoises.

Beaucoup de retraités

«On croise essentiellement des gens du Chablais, confirme une habituée du magasin. Et, surtout, beaucoup de retraités, comme moi, qui avant faisaient leurs achats chez Denner.» A l'exception d'un couple de Veveysans venu faire, comme chaque mois, ses gros achats, l'essentiel des clients rencontrés ce matin-là habitent la région. «Aldi n'a pas fait augmenter le tourisme, dit avec un sourire amusé notre retraitée. Enfin si, le tourisme commercial, mais le nôtre! Car tout ne vaut pas la peine, ici. Alors, comme d'autres, je viens pour les produits qui m'intéressent et je fais le reste de mes courses ailleurs.»

Dans un proche avenir, les Lausannois pourront se procurer les quelque 800 articles à bas prix de la gamme Aldi sans faire de grand déplacement. «Nous avons de nouvelles filiales en construction à Bussigny, Bulle, Sion et Conthey», explique Sven Bradke. Leur date d'ouverture n'est pas encore fixée car «tout dépendra de l'avancement des travaux, du personnel et de la logistique». Mais elle pourrait bien avoir lieu avant la mise en service du centre logistique d'Aldi, à Domdidier (FR), prévue cet automne.

lundi 28 janvier 2008

«Mobilfunkpreise werden rund zehn Prozent sinken» |

«Mobilfunkpreise werden rund zehn Prozent sinken»

Der CEO des grössten Schweizer Telekomkonzerns prognostiziert weitere Preissenkungen für Festnetz und Mobilfunk. Zudem kritisiert er die Wettbewerbskommission sowie seine Ex-Kollegen an der Spitze von Sunrise.

Von Nicole Kircher

Sonntag: Herr Schloter, Hand aufs Herz:
Würden Sie die italienische Internetfirma Fastweb heute kaufen?

Carsten Schloter: Ganz klar ja. Fastweb hatte vergangenes Jahr ein Umsatzwachstum von 20 Prozent. Das operative Ergebnis wurde von 300 auf 480 Millionen Euro gesteigert. Das ist zwar leicht unter den Erwartungen, aber dennoch werden Sie kaum einen anderen Telekomanbieter finden in Europa, der solche Wachstumsraten aufweist.

Die Börse sieht Fastweb deutlich
negativer. Der Aktienkurs hat sich gegenüber dem Preis, den die Swisscom gezahlt hat, halbiert.

Die Beteiligung an Fastweb ist Gegenstand unserer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. Es gibt keine Anzeichen, dass wir hier irgendwelche schlechten Nachrichten haben werden.

Also keine Fastweb-Abschreibungen für 2007?

Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen, aber ich erwarte keinen Abschreiber.

Und für 2008?

Wir wollen mit Fastweb weiter deutlich wachsen. Solange wir diese Ziele erreichen, gibt es keinen Handlungsbedarf.

Bei dem tiefen Aktienkurs könnte Swisscom auch günstig die restlichen 18 Prozent am Unternehmen kaufen.

Wir haben bereits heute Zugriff zu 100 Prozent auf die Cashflows von Fastweb und würden somit unseren eigenen Cashflow nicht aufbessern, wenn wir die Position aufstocken würden. Für den Swisscom-Aktionär wäre das kurzfristig gesehen also nicht interessant. Wenn wir das Ganze langfristig anschauen, ist es natürlich eine Frage der Opportunität, solange der Kurs so tief ist. Mittelfristig wären bei steigenden Cashflows keine künftigen Zahlungen an Minderheitsaktionäre mehr nötig, was zusätzliche Wertschöpfung für unsere Aktionäre bedeuten würde. Hier liegt ein klassischer Zielkonflikt vor, zu dem wir noch keine Entscheidung gefällt haben.

Swisscom gehört mehrheitlich dem Bund. Hatten Sie schon Nachfragen aus der Politik wegen des sinkenden Fastweb-Kurses?

Natürlich gab es diese Nachfragen. Wir haben genau das Gleiche gesagt wie Ihnen eben. Das Unternehmen entwickelt sich im Rahmen unserer ursprünglichen Erwartungen.

In den Medien blasen Ihre Konkurrenten von Sunrise und Orange zum Frontalangriff. Die Swisscom soll
aufgeteilt und eine unabhängige Netzgesellschaft gegründet werden. Die Idee wurde in der Politik vor Jahren bereits diskutiert und verworfen.
Warum kocht das jetzt wieder hoch?

Das ist eine gute Frage, und ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, was man damit erreichen will.

Aus der Sicht der Konkurrenz ist das Ganze doch klar: Man will einerseits tiefere Preise, andererseits eine schwächere Swisscom . . .

. . . das mit der schwächeren Swisscom sagt man aber nicht offen. Und auch unsere Preise befinden sich schon jetzt weltweit gesehen im unteren Drittel, und das bei einer hervorragenden Breitbandversorgung.

Das mit den tiefen Preisen ist
umstritten . . .

Nein, das ist kein strittiger Punkt. In solchen Vergleichen, die Orange und Sunrise zum Teil heranziehen, vergleicht man einfach die Schweiz mit Portugal. In den Vergleichen aber, in denen die Preise von Sunrise und Orange mituntersucht werden, verwenden die beiden plötzlich selber auch kaufkraftbereinigte Preise. Das sind auch die richtigen Vergleichswerte, und wenn man die anschaut, sind wir nicht teurer.

Würde eine separate Netzgesellschaft die Preise nicht nochmals senken?

Nein, und auch die Tatsache, dass man sich unter den Anbietern über die Preise nicht einigen kann, würde bleiben.

Wenn Ihre Preise so konkurrenzfähig sind, wie Sie sagen: Warum hat der Regulator denn bereits zwei Mal
rückwirkend gewisse Preise gesenkt?

Nicht darum, weil es von unserer Seite her fehlende Kostentransparenz gäbe. Strittig sind vielmehr gewisse Parameter wie zum Beispiel die Abschreibungsdauer, die vom Regulator immer wieder anders berechnet wird. Man müsste deshalb gescheiter diese Parameter im Vorfeld verbindlich festlegen. Dann könnten wir von Anfang an die «richtigen» Preise bilden. Wir hoffen, dass der Regulator dieses Anliegen aufnimmt.

Akzeptieren Sie denn das jüngste
Verdikt der Wettbewerbskommission, die festgestellt hat, dass Swisscom beim Wiederverkaufen von Breitbandanschlüssen marktbeherrschend ist?

Nein. Das wichtigste Argument der Weko war, dass wir marktbeherrschend seien, weil die Cablecom ihrerseits kein Wiederverkaufsangebot habe. Die Weko hat bereits 2003 einmal festgestellt, dass die Swisscom darum marktbeherrschend sei. Die Oberinstanz der Weko ist aber dieser Argumentation nicht gefolgt und hat den Entscheid aufgehoben. Das neue Gutachten der Weko ist nun aber wieder mehr oder weniger deckungsgleich mit dem Entscheid von 2003. Deswegen ziehen wir das Ganze erneut weiter.

Macht es die Sache schwieriger, dass bei Sunrise inzwischen lauter Ex-Swisscom-Leute an der Spitze sitzen?

Es ist emotional schon schwierig manchmal, Menschen reden zu hören, die vor zwei Jahren noch etwas ganz anderes vertreten haben. Der Sessel macht eben den Menschen.

Aber aus Sicht von Sunrise oder
Orange ist die Situation im Schweizer Telekommarkt schon ziemlich frustrierend: Sie können machen, was sie wollen, die Marktanteile bewegen sich praktisch nicht mehr.

Es kann aber kein Ziel der Politik sein, zu definieren, wie viel Marktanteil Sunrise oder Orange in der Schweiz haben soll. Die Frage ist vielmehr, wie viel investiert wird, wo die Schweiz in Bezug auf die Infrastrukturversorgung steht und wo wir bezüglich der Preise stehen Und hier stehen wir hervorragend da.

Wie gut stehen eigentlich die Fernseh-aktivitäten von Swisscom mit Bluewin TV da? Es ist so verdächtig ruhig dort.

Finden Sie?

Ja, man hat das Gefühl, Sie halten das Ganze noch immer künstlich tief.

Das haben wir tatsächlich getan, aber in den kommenden Wochen werden wir loslegen mit einem erweiterten Angebot. Wir haben die Qualitätsprobleme bei Bluewin TV gelöst. Wir werden das Produkt noch besser vermarkten. Ziel ist es, dass die Kunden sofort sehen, welche zusätzlichen Möglichkeiten ihnen das digitale Fernsehen bietet.

Haben Sie auch die viel zu hohen
Anschlusskosten pro Kunde im Griff?

Wir arbeiten daran. Die Anschlusskosten pro Kunde liegen im Moment bei rund 1000 Franken. Wir werden unser Ziel, diese Kosten auf 700 Franken pro Kunde zu drücken, noch dieses Jahr erreichen.

Die Preise im neu entbündelten
Festnetz sind bereits um 30 Prozent gesunken. Diese Woche haben Sie die Grosshandelspreise für Breitbandangebote gesenkt. Was kommt noch?

Die günstigsten Flatrate-Angebote im Markt liegen heute bei 69 Franken. Wenn Sie das vergleichen mit 25 Franken Kosten für den Teilnehmeranschluss plus den derzeit 49 Franken für einen Breitbandanschluss und den Kosten von vielleicht 40 Franken für die Telefonie, dann haben Sie tatsächlich 30 Prozent gespart. Das ist schon sehr viel.

Also wars das schon?

Nein, ich gehe davon aus, dass die günstigsten Flatrate-Angebote in diesem Jahr unter 69 Franken fallen. Auch die Swisscom wird hier aktiv werden.

Und was passiert im Mobilfunk?

Ich rechne damit, dass die Preise wieder um rund zehn Prozent sinken werden. Da kommen laufend neue Angebote auf den Markt.

Apropos Handy: Können Sie endlich Neuigkeiten zum iPhone von Apple verkünden?

Ich würde ja gern, aber es gibt nichts Neues. Wir wissen nicht, ob und wann Apple das iPhone in der Schweiz lancieren will. Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass es nicht an uns liegt, wie zu lesen war. Dass die Verhandlungen mit Apple daran scheitern sollen, weil wir unser Logo auf dem Gerät nicht anbringen dürfen, ist blanker Unsinn.
(mz/owa)

dimanche 27 janvier 2008

L'iPhone bientôt en Suisse

L'iPhone bientôt en Suisse

21 janvier 2008 - NADIA ESPOSITO

PHÉNOMÈNEApple n'a pas encore officialisé la date de l'arrivée de l'iPhone en Suisse, ni l'opérateur qui en aura l'exclusivité. Les rumeurs avancent pourtant que Swisscom pourrait le commercialiser dès le 29 février prochain...

Simon Jacquier de Nextway: «Les Suisses qui ont déjà l'iPhone sont une minorité prête à mettre le prix et à bidouiller l'appareil pour avoir un téléphone dernier cri.» le nouvelliste

C'est la révolution technologique du millénaire. Design, élégant, performant, pratique, innovant, l'iPhone est loin, très loin de n'être qu'un simple téléphone. Il associe trois produits extraordinaires: un téléphone mobile révolutionnaire, un iPod tactile à écran panoramique et un terminal internet précurseur doté d'une messagerie électronique et enrichi d'un outil complet de navigation web, de fonctions de recherche et de cartographie.

Après les Etats-Unis en juin et le Royaume-Uni, l'Allemagne et la France en novembre 2007, l'iPhone pourrait faire son arrivée en Suisse dans les semaines à venir.

Pour l'heure, ni Apple ni aucun opérateur n'a encore officiellement annoncé sa sortie, mais les rumeurs de plus en plus persistantes laissent à penser que Swisscom, qui détient 63% des parts de marché et la plus grande couverture mobile du pays, sera l'heureux élu et qu'il pourrait le commercialiser dès le 29 février. Son tarif serait de 599 francs avec un abonnement de deux ans aux conditions encore inconnues. «Tout cela n'est que spéculations», affirme Carsten Roetz, porte-parole de Swisscom. «Nous sommes effectivement en contact avec Apple et nous espérons vendre l'iPhone cette année, mais rien n'est encore confirmé.»

Le porte-parole estime cependant que parmi les trois opérateurs suisses, Swisscom a les meilleures chances d'être choisi par le géant à la pomme.

Encore une révolution Apple

Depuis trente ans, Apple n'a cessé de révolutionner le domaine des nouvelles technologies. Dans les années septante, elle abouleversé l'informatique personnelle. Aujourd'hui, la société de Steve Jobs continue de mener la révolution multimédia numérique avec ses lecteurs portables iPod et le service de musique en ligne iTunes. L'an dernier, avec l'iPhone, Apple a fait son entrée sur le marché de la téléphonie mobile. Une entrée saluée par une couverture médiatique jamais égalée pour le lancement d'un téléphone portable.

Lors de sa sortie aux Etats-Unis en juin 2007, l'iPhone a donc, logiquement, tout bousculé sur son passage. Désiré, imaginé, attendu, il s'en est vendu 1,4 million d'exemplaires en trois mois. Certains «applemaniaques» sont même restés pendant près de cinq jours devant les Apple Stores, attendant l'ouverture des portes, afin d'être les premiers à pouvoir l'acquérir. De bon augure pour Steve Jobs qui avait déclaré, lors de son discours d'ouverture à Macworld le 9 janvier 2007, viser 1% de parts de marché pour 2008, soit environ dix millions d'appareils au niveau mondial.

Les «applemaniaques» suisses

En Europe, avant même sa commercialisation en novembre 2007 au Royaume-Uni, en Allemagne puis en France, des milliers de personnes l'utilisaient déjà, grâce aux hackers du monde entier qui ont réussi à pirater et débloquer l'appareil. Les Suisses ne font pas exception. Ils sont déjà plusieurs milliers d'adeptes à téléphoner avec leur nouveau joujou. Près de 10 000 selon certaines estimations. «Ils sont plus de 5000 en Suisse à utiliser l'iPhone avec le réseau Swisscom», affirme Carsten Roetz. Selon Simon Jacquier de la société valaisanne Nextway qui vend du matériel informatique Apple en ligne, «c'est une minorité qui est prête à mettre le prix et à bidouiller son appareil pour avoir un téléphone dernier cri». Cette société qui compte quatre employés a vendu près de 900 iPhones en deux mois l'an dernier. «Au mois de septembre, quand les premières solutions de déblocage sont sorties sur le marché, nous avons proposé l'iPhone à moins de 700 francs dans notre gamme de produits. Nous avions des bons contacts aux Etats-Unis qui pouvaient nous le fournir en nombre, mais nous n'arrivions pas pour autant à suivre la demande.» Aujourd'hui, la société basée à Chermignon n'en vend plus. Elle attend la sortie de l'iPhone 2 qui devrait faire son apparition dans les prochaines semaines. Peut-être est-ce même ce modèle qui sera vendu en Suisse. Les restrictions d'Apple ne permettent plus à Nextway d'obtenir des iPhones en grande quantité. «Aux Etats-Unis, les gens ne peuvent acheter que deux modèles par personne et doivent les payer par carte de crédit pour qu'Apple puisse contrôler.» En outre, les téléphones doivent être activés via iTunes dans les trente jours après l'achat avec un forfait AT & T valable. Faute de quoi 1400 $ sont débités de la carte de crédit (ce qui correspond au montant du forfait minimum AT & T pour vingt-quatre mois).

Les accessoires se vendent par contre comme des petits pains. «Il n'est pas encore sorti en Suisse et pourtant nous avons déjà vendu des centaines de housses et d'écouteurs à des clients suisses.»

Si l'iPhone aujourd'hui sur le marché américain, anglais, allemand et français n'est pas parfait (lire ses défauts ci-contre), le marketing réalisé par la société de Steve Jobs est lui des plus remarquables!

Iphone. MAMIN

mercredi 23 janvier 2008

Starbucks eröffnet eine Filiale nach der anderen

Starbucks eröffnet eine Filiale nach der anderen

Mitte Dezember hat Starbucks seine 14. und 15. Filiale in der Stadt Zürich eröffnet. Doch nicht nur die amerikanische Kaffeehauskette expandiert hierzulande kräftig: Auch McDonald's wird nächstes Jahr zum Kaffeebrauer.

Spätestens nächsten Sommer wird im McDonald's-Restaurant im Niederdorf ein so genanntes McCafé entstehen. Wie Starbucks setzt auch das Fastfood-Unternehmen darauf, den Kunden zusammen mit dem Kaffee ein Lebensgefühl zu vermitteln. Wie dies möglich ist, zeigt Starbucks Tag für Tag.

In den 37 Filialen, die seit 2001 in der Schweiz entstanden sind, wird zwar vorab Kaffee und Kuchen verkauft. Das sonst in der Schweiz übliche Kaffeeangebot von Café crème, Schale und Espresso hat Starbucks mit Produkten wie Frappuccino oder Iced Shaken Espresso jedoch stark ausgeweitet.

Doch die Kaffeegetränke alleine erklären den Erfolg der Cafékette noch nicht. Starbucks versteht es ausgezeichnet, seine Filialen weniger wie ein Café, dafür mehr wie eine Wohnstube aussehen zu lassen. Wichtigste Elemente dazu sind neben den Sofas das Rauchverbot, der kostenlose Internetzugang sowie der locker gehandhabte Konsumzwang.

Der «Third Place» stösst auf hohe Resonanz

Auch für Reto Zangerl, Mediensprecher von Starbucks Schweiz, gründet der Erfolg von Starbucks unter anderem in der Ambiance der Lokale. «Wir wollen den Kunden neben Wohnort und Arbeitsplatz einen Third Place zum Verweilen anbieten», sagte er. «Offensichtlich kommt dies bei den Schweizern gut an.» Das Potenzial von Starbucks hierzulande bezeichnet er als «riesig».

Allerdings, so schnell wie Starbucks gerne wachsen würde, kann dies die Kaffeekette gar nicht. Die Expansion in der Schweiz gestalte sich schwierig, weil kaum Liegenschaften an geeigneten Standorten zur Verfügung stehen, erklärte Zangerl. «Sobald sich aber eine Gelegenheit bietet, nutzen wir diese.»

Diese Schritt-für-Schritt-Expansion führe dazu, dass es beispielsweise in Rapperswil und in Aarau eine Starbucks-Filiale gibt, nicht aber im ungleich grösseren Winterthur. Die sechstgrösste Schweizer Stadt sei ein gutes Beispiel, wie schwierig die Suche nach guten Standorten sei, sagt Zangerl. «Wir finden dort derzeit einfach keine geeignete Liegenschaft.»

Kaffeelounges im Fastfood-Restaurant

Von den Schweizerinnen und Schweizer, die fleissige Kaffeetrinker sind und dies auch gerne ausser Haus tun, will auch McDonald's profitieren. Anfang nächsten Jahres wird in Vevey das ersten McCafé der Schweiz eröffnet, bis im Sommer soll ein solches auch im McDonald's-Restaurant im Zürcher Niederdorf dazukommen, wie Pressesprecherin Nicole Schöwel sagte.

Langfristig sieht das Unternehmen in der Schweiz Potenzial für rund 15 McCafés, die alle in ein bestehendes Restaurant integriert werden, aber über über eine eigene Verkaufstheke und speziell ausgebildetes Personal verfügen. Mit lounge-ähnlichen Sitzecken wolle man den Gästen einen Platz zum Verweilen anbieten, so Schöwel.

Doch nicht nur Starbucks und McCafé buhlen um die Gunst der Kaffeetrinker, auch der Valora-Konzern ist mit den Spettacolo-Cafébars am Expandieren. Derzeit gibt es in der Stadt Zürich sechs und schweizweit rund 30 der italienischen Bars nachempfundenen Lokalen. Gemäss Medienberichten soll die Zahl in den nächsten Jahren auf bis zu 50 anwachsen.

Finanzkraft ermöglicht Erfolg

Für Johanna Bartholdi, Geschäftsführerin des Schweizerischen Cafetier-Verbands, gibt es verschiedene Erklärungen für die wachsende Zahl von Cafébarketten. Insbesondere Starbucks profitiere vom starken Namen und vom Wiedererkennungseffekt.

Viel zum Erfolg trage auch die Finanzkraft der Ketten bei, welche es ermögliche, ganz anders zu kalkulieren als unabhängige Cafés. Erst dadurch sei es überhaupt möglich, Cafés an den guten und teuren Standorte zu betreiben.

An die neue Konkurrenz angepasst haben sich laut Bartholdi aber auch die konventionellen Cafés. «In den letzten Jahren ist bei diesen betreffend Qualität und Angebotsvielfalt viel Bewegung zu spüren.»

Weil die Cafés - wie alle Gastronomiebetriebe - in einem gesättigten Markt tätig seien, mache grundsätzlich jedes neue Lokal den bestehenden den Marktanteil streitig, so Bartholdi. Bezüglich Starbucks und McCafé sei dies aber weniger der Fall, da die beiden eine andere Zielgruppe ansprechen und auch neue Kundschaft zu Cafégängern mache.

Quelle: SDA/ATS

dimanche 13 janvier 2008

Cablecom feilt am Image (International, NZZ Online)

Cablecom feilt am Image (International, NZZ Online)

Cablecom feilt am Image

Inseratekampagne soll erboste Fernsehkunden beruhigen



Die Kabelnetzbetreiberin Cablecom will verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. In ganzseitigen Zeitungsinseraten hat sie ihren Fernsehkunden versprochen, noch «auf Jahre hinaus» könnten sie ein breites Angebot an analogen Sendern empfangen. Hintergrund der teuren Imagekampagne: Wütende Kunden, die abgeschaltete Sender vermissen, und die Konkurrenz von Bluewin TV.

Von Christoph Stricker

Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel wie Champagner und Feuerwerk. Wenn aber Firmen Vorsätze fassen und diese erst noch lautstark verkünden, hat das Seltenheitswert. Vorgemacht hat beides unmittelbar vor dem Jahreswechsel die Cablecom in ganzseitigen Zeitungsinseraten. In allen grösseren Deutschschweizer Tageszeitungen sowie in den Sonntagsmedien erschienen Inserate, in denen sich Konzern-Chef Rudolf Fischer an die «Geschätzten Fernsehzuschauer» wandte.


Cablecom krebst zurück

Unter dem Titel «Wir haben verstanden und lassen ihnen die Wahl» nahm Fischer Bezug auf die Abschaltung analoger TV-Sender, die zu massiven Protesten und Kündigungen von Verträgen bei Cablecom geführt hatten. «Wir haben aus ihren Reaktionen gelernt», schreibt Fischer selbstkritisch. Und das Unternehmen verspricht, es werde «weiterhin auf Jahre hinaus das gewohnte analoge Angebot ins Haus liefern».

Empörung bis ins Bundeshaus

Auf Anfrage von NZZ Online gestand Cablecom-Sprecher Hans-Peter Nehmer ein, die Kabelnetzbetreiberin sei nach den Abschaltungen von den heftigen Reaktionen ihrer Kunden überrascht worden. Das Unternehmen hatte nicht mit so starken Protesten gerechnet. Nicht nur die Kunden zeigten sich empört; der Verlust etlicher analoger TV-Sender wurde sogar zur Staatsaffäre: Medienminister Moritz Leuenberger schaltete sich ein und pfiff die Cablecom zurück. Das Unternehmen begründet die Abschaltungen damit, dass im Netz mehr Platz für das digitale Fernsehen der Zukunft geschaffen werden müsse.

Derzeit verbreitet Cablecom laut Nehmer in allen Regionen durchschnittlich rund 40 analoge TV-Sender. Was die Kabelnetzbetreiberin in ihren Inseraten unter «gewohntem Angebot» versteht, wollte der Firmensprecher nicht quantifizieren. Weniger dürfen es zumindest bis 2009 nicht sein, denn solange besteht eine Abmachung mit dem Preisüberwacher. Zudem legt die Verordnung zum Radio- und Fernsehgesetz eine Mindestzahl von je 25 analogen TV- und Radio-Sendern fest.

Kunden springen ab

Mit der Ankündigung, analoge Sender aus dem Programm zu kippen, hatte Cablecom der Swisscom-Konkurrentin Bluewin-TV kurz nach deren Start im November 2006 einen willkommenen Steilpass zugespielt. Tatsächlich wurde Bluewin TV damals von Anmeldungen überschwemmt, was zu langen Wartezeiten für Neukunden führte. Gleichzeitig verlor Cablecom Kunden. Das lasse sich aber nicht nur auf den Ärger wegen der Abschaltungen zurückführen, redet Nehmer die Kundenverluste schön. Mit Bluewin TV sei ja auch ein neues Angebot entstanden.

Allein im dritten Quartal 2007 kehrten 2100 TV-Kunden mit Analoganschluss Cablecom den Rücken, wie der Firmensprecher sagt. Zwischen von April bis Juni waren es 900 gewesen. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Im Frühjahr hatte Cablecom zahlreiche Sender vom Netz genommen. Gemessen an den 1,55 Mio. TV-Kunden von Cablecom ist die Kündigungsrate allerdings tief. Fürs digitale TV von Cablecom entschieden haben sich bisher gut 215'000 Kunden, wie Nehmer erklärt.

Bluewin TV hat Kosten unterschätzt

An Bluewin TV von Swisscom angeschlossen waren Ende September über 60'000 Haushalte. Die Wartezeit für eine Installation betrage derzeit zwei bis drei Wochen, sagt eine Firmen-Sprecherin. Die Swisscom kämpft beim digitalen Fernsehen via Telefonleitung noch immer mit zu hohen Kosten: Pro neuem Kunden gibt das Unternehmen rund 1300 Franken für Akquisition und Installation aus. Diesen Betrag will Swisscom halbieren und damit den Gewinn verbessern.


«Als Regulator machen wir den Wettbewerb erst möglich» (Startseite, NZZ Online)

«Als Regulator machen wir den Wettbewerb erst möglich» (Startseite, NZZ Online)

«Als Regulator machen wir den Wettbewerb erst möglich»

ComCom-Präsident Marc Furrer zur Lage des Schweizer Telekommarktes zehn Jahre nach der Liberalisierung


Am 1. Januar 1998 wurde der Schweizer Telekommarkt liberalisiert. Im Gespräch äussert sich der Präsident der Telekom-Regulierungsbehörde, der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), zu den Erfolgen und Misserfolgen der Liberalisierung und zu künftigen Herausforderungen. Die Fragen stellten Matthias Benz und Giorgio V. Müller.

Herr Furrer, was war der grösste Fortschritt der vor zehn Jahren begonnenen Liberalisierung des schweizerischen Telekommarktes?

Marc Furrer: Wir gaben uns 1998 drei Ziele: Die Qualität der Telekomdienste sollte gut bleiben oder noch besser werden, die Preise sollten erheblich sinken – und das nicht nur für die Grosskunden, sondern auch für die Konsumenten –, und schliesslich sollte dies in der ganzen Schweiz geschehen, die Grundversorgung war also zu garantieren. Heute können wir feststellen, dass die Preise im Schnitt um mindestens 50% gefallen sind und die Schweiz eine der modernsten Telekom-Infrastrukturen hat. Unsere Grundversorgung verlangt einen breitbandigen Internetzugang, was sonst nirgendwo auf der Welt garantiert ist. Wir haben also die Ziele der Marktöffnung erreicht. Und insgesamt hat auch die Anzahl Arbeitsplätze in der Telekombranche leicht zugenommen. Die Angst, dass mit der Liberalisierung viele Stellen verloren gehen würden, war unbegründet.

Was war die grösste Enttäuschung?

Rückschläge gab es immer wieder. Ein ungelöstes Problem ist, dass nicht ein oder zwei andere grosse Telekomunternehmen neben der Swisscom entstanden sind. Die Marktanteile der Ex-Monopolistin sind nach wie vor hoch, je nach Gebiet zwischen 40% und 90%. Das kann man der Swisscom aber nicht anlasten, sie leistet gute Arbeit.

Ist nicht das langsame Tempo der Liberalisierung etwas ernüchternd? Die Swisscom steht im Ruf, möglichst viele Steine auf dem Weg der Marktöffnung zu placieren, damit diese verzögert wird.

Das machen alle Ex-Monopolisten. Natürlich ist dies frustrierend. Es war deshalb falsch, die Entbündelung der «letzten Meile», der Hausanschlüsse der Swisscom, nicht schon 1998 einzuführen. Wir hätten heute günstigere Breitbandangebote, auch von der Swisscom-Konkurrenz, wenn dies geschehen wäre. Ein anderer Grund für die Verzögerungen liegt im Schweizer Unikum der Ex-post-Regulierung: Der Regulator kann Netzzugangstarife erst im Nachhinein festlegen, oft nach jahrelangen Rechtsverfahren. Dabei sind heute alle Beteiligten der Überzeugung, dass eine Ex-ante-Regulierung die bessere Lösung wäre, weil sie eine grössere Rechtssicherheit brächte.

Ist eine Ex-post-Regulierung für eine schnelllebige und sich stark verändernde Branche nicht die geeignetere Form?

Vom Grundsatz her ist es richtig, dass man den Telekomanbietern den Primat des Verhandelns lässt. Doch es hat sich einfach nicht bewährt. Schlichtungen haben gar keine Chance, weil es um sehr viel Geld geht. Wir bemühen uns deshalb innerhalb unserer derzeitigen Entscheidpraxis, eine gewisse Rechtssicherheit zu schaffen. Dennoch fehlen den Unternehmen, die Geschäftspläne aufstellen müssen, verlässliche Angaben.

Ist es tatsächlich der Fall, dass alle Anbieter eine Ex-ante-Regulierung wünschen?

Diesen Eindruck habe ich mittlerweile, denn es wäre allen besser gedient. Doch das Gesetz sieht es anders, und so müssen wir damit leben.

Wäre es nicht an der Zeit, den Telekommarkt zehn Jahre nach der Liberalisierung wie einen «normalen» Markt zu behandeln und die Sektor-Regulierungsbehörde abzuschaffen?

Das Fernziel ist sicher, keine Sektor-Regulierung mehr zu haben. Ein Bundesamt für Kommunikation oder eine ComCom wird es allerdings immer brauchen, allein um die Grundversorgungskonzession zu überwachen oder die knappen Frequenzen zu verwalten. Leider sind wir vom Fernziel noch weit entfernt, denn heute bestehen mehr Zugangsprobleme als 1998. Die Preisfrage bei der Entbündelung der «letzten Meile» ist etwa noch nicht geregelt, auch viele technische Fragen sind noch offen. Als Regulierungsbehörde machen wir den Wettbewerb erst möglich, weil sonst der Ex-Monopolist den Konkurrenten kaum Zugang zum Markt gewährt oder nur zu schlechten Bedingungen.

Die Telekombranche entwickelt sich rasant in neue Gebiete. Können Sie sich vorstellen, dass Ihre Regulierungskompetenz in Zukunft auf Glasfasernetze ausgedehnt wird?

Fiber-to-the-home, also der Anschluss der Haushalte an Glasfasernetze, wird tatsächlich zum Thema, weil die Anbieter hier aller Voraussicht nach ebenfalls den Zugang teilen müssen. Daher wäre es wichtig, dass man im Voraus den Grosshandelspreis für diese Angebote festlegen könnte. Interessant ist, dass die Unternehmen selbst zu uns kommen und nach einer Regelung fragen, denn es entstehen neue technische Monopole. Die bestehende Entbündelungs-Gesetzgebung reicht dazu nicht aus, denn sie betrifft nur die Kupferkabel der Swisscom.

Im Bereich Glasfaser mischt der Staat bereits wieder mit, zum Beispiel beim Bau von Stadtnetzen, und Sie stellen nun eine staatliche Regulierung in Aussicht. Ist es nicht zu früh, um in diesem jungen Bereich schon regulierend einzugreifen?

Derzeit können und wollen wir nicht eingreifen. Das Bedürfnis nach einer Regulierung kommt von den Anbietern selbst. Ich bin aber nicht der Meinung, dass es überall eine Regulierung braucht. Im Vergleich mit den EU-Ländern kennt die Schweiz eher eine liberale Regulierung, die den Marktkräften zuerst eine Chance gibt. Aber wenn wieder Monopole entstehen – das können auch lokale sein –, müssen wir den anderen Anbietern Zugang verschaffen.

In welcher Form hat sich denn die liberalere Regulierung in der Schweiz ausgezahlt?

Bei den Breitband-Anschlüssen half sicher der Infrastrukturwettbewerb, vor allem die Konkurrenz zwischen der Swisscom und den Kabelfernseh-Anbietern. Die Schweiz hat eine gute Breitband-Erschliessung, doch zu einem relativ hohen Preis. Mit einer früheren Entbündelung hätte man auch Serviceanbietern ohne eigene Infrastruktur die Möglichkeit geben können, in diesen Wettbewerb einzusteigen. Es ist schade, dass dies nicht schon 1998 umgesetzt wurde.

Hätte nicht eine frühere Entbündelung viele Investitionen verhindert? Die Cablecom wäre vielleicht gar nicht in den Telekommarkt eingestiegen, und der Infrastrukturwettbewerb hätte sich nicht in diesem Ausmass entwickelt.

Ich teile diese Ansicht nicht. Die Cablecom musste davon ausgehen, dass sie in ihrem Kernbereich der Fernsehverbreitung einmal angegriffen wird. Sie musste ihr Infrastrukturangebot so oder so erweitern. Das Gleiche gilt für die Swisscom, wollte sie die wachsenden Bedürfnisse ihrer Kunden befriedigen. Aber ich stimme zu, dass man bei einer zukünftigen Regulierung der Glasfasernetze aufpassen muss, dass man Investoren nicht abschreckt.

Was 1998 verpasst wurde, war eine vollständige Privatisierung der Swisscom. Könnte man noch mehr Dynamik in den Telekommarkt bringen, indem diese Privatisierung bald nachgeholt würde?

Grundsätzlich hat sich die ComCom für eine Privatisierung der Swisscom ausgesprochen. Aber es wäre falsch zu glauben, dass sich für die Konsumenten viel ändern würde, wenn die Swisscom zu 100% Privaten gehören würde. Das Verhalten eines Unternehmens hängt eher mit seiner Marktposition zusammen, mit der Struktur des Marktes insgesamt, und weniger mit dem Eigentümer. Für die Konsumenten war die Öffnung des Telekommarktes viel entscheidender. Ich glaube zudem, dass eine Privatisierung in einer Volksabstimmung momentan keine Chance hätte, selbst wenn das Parlament ihr zustimmen würde.

In der Politik und der Bevölkerung herrscht die Angst, dass nur eine staatliche Swisscom den Service public gewährleisten kann. Man telefoniert heute aber beispielsweise mit mehreren Anbietern problemlos in der ganzen Schweiz mit dem Handy. Halten Sie das Grundversorgungs-Argument noch für stichhaltig?

Die Grundversorgung ist eine sehr wichtige Errungenschaft, die in der Schweiz zu Recht hochgehalten wird. Wir garantieren die beste Grundversorgung der Welt. Aber die Swisscom ist dazu per Konzession verpflichtet, ganz unabhängig davon, ob sie dem Bund oder einem privaten Eigentümer gehört. Die Grundversorgung ist deshalb das falsche Argument, um den Staatsbesitz der Swisscom zu rechtfertigen. Die Ängste der Bevölkerung diesbezüglich sind unbegründet.

Im Mobilfunk sind die Preise in den vergangenen zehn Jahren markant gesunken. Herrscht trotzdem zu wenig Wettbewerb im Mobilfunkmarkt?

Im Mobilfunk gibt es systembedingt wenige Anbieter, weil der Aufbau eines Mobilfunknetzes in der Schweiz sehr teuer ist. Das liegt auch daran, dass wir im Vergleich mit dem Ausland zehnmal höhere umweltrechtliche Vorschriften haben. Zudem gibt es in den Gemeinden sehr viele Einsprachen gegen den Bau von Mobilfunkantennen, was den Aufbau eines Netzes erschwert und verteuert.

Wäre die Vergabe einer weiteren Mobilfunkkonzession also keine Lösung, um den Wettbewerb zu verschärfen?

Wenn sich ein Unternehmen interessiert, stehen wir niemandem vor dem Glück. Wir hätten sogar die nötigen Frequenzen für eine weitere Konzession. Das Problem liegt einfach darin, dass der Schweizer Markt zwar ein guter Markt ist – die Leute sind bereit, etwas zu bezahlen, sie telefonieren viel –, aber es ist eben kein grosser Markt. Und die hohen Infrastrukturkosten für ein eigenes Netz schrecken neue Anbieter ab.

Was muss sichergestellt werden, damit die Schweiz auch in zehn Jahren noch einen innovativen und wettbewerbsfähigen Telekommarkt hat?

Das Wichtigste ist, dass man allen Anbietern den Marktzugang zu fairen Bedingungen ermöglicht und dass dank dem Wettbewerb Anreize für Innovationen und Investitionen bestehen. Dies sicherzustellen, ist unsere Kernaufgabe als Regulator. Der Grundsatz gilt für alle Technologien, sowohl für die Fest- und Mobilfunknetze als künftig auch für die Glasfasernetze.

samedi 12 janvier 2008

24 Heures - Detail Vaud - TÉLÉPHONIE MOBILE - Tele2 met le paquet sur le canton de Vaud

24 Heures - Detail Vaud - TÉLÉPHONIE MOBILE - Tele2 met le paquet sur le canton de Vaud

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Tele2 met le paquet sur le canton de Vaud

TÉLÉPHONIE MOBILE

00h10 L'opérateur low cost veut construire plus de 60 antennes, dont une majorité hors de Lausanne.

JEAN-MARC CORSET 12 Janvier 2008 00h10

La téléphonie mobile vit une nouvelle poussée de fièvre. Les compagnies low cost, qui bataillent sur l'offre de base à l'exemple de Migros, Coop ou dernièrement Aldi , sont toujours plus agressives face aux trois opérateurs «historiques», dont la stratégie est d'offrir des prestations de plus en plus sophistiquées, comme la TV. Parmi ces concurrents, Tele2 ne se contente pas d'offrir des services. Elle est en train d'étendre rapidement son propre réseau, en construisant de nombreuses antennes. Contrairement à ce que la société suédoise laissait entendre, elles ne seront pas seulement implantées dans les agglomérations. Tele2 planche sur plus de 60 projets d'antennes GSM dans le canton, dont les deux tiers situés hors de Lausanne. L'une d'elles, actuellement mise à l'enquête, devrait se nicher à l'intérieur de la cheminée de l'entreprise Cornaz, à Allaman, à côté du nouvel outlet Ikea. Suivant la même procédure, une autre est prévue à Orbe. Justifiant la discrétion de son entreprise au nom de la concurrence, Christian Bärlocher, directeur marketing de Tele2, ne veut pas dévoiler le nombre ni les sites prévus pour les futures installations.

Tele2 affirme couvrir déjà «plus de 99% de la population suisse» avec son réseau mobile. Hors des villes alémaniques, où la société possède déjà son infrastructure, ses clients profitent des antennes de Sunrise, selon un accord de roaming. Selon la même pratique qu'à l'étranger avec les compagnies du pays visité, les utilisateurs ne s'aperçoivent de rien lors de leurs communications téléphoniques.

L'opérateur, qui doit investir dans son réseau suisse en contrepartie de la concession obtenue de Berne, y trouve des avantages. Grâce à ses antennes, il peut adapter l'offre en fonction des coûts des équipements et de ses prévisions de croissance. Un spécialiste interprète ainsi sa volonté de s'implanter dans certaines régions de l'arrière pays comme à Orbe par une volonté de cibler une clientèle plus intéressée à un abaissement des tarifs du service téléphonique de base que par les gadgets high-tech.
La société suédoise ne compte toutefois pas couvrir tout le territoire: «cela n'aurait pas de sens», remarque Christian Bärlocher. Rien que pour l'autoroute Lausanne-Genève, il faut une quinzaine d'antennes. Encore marginal dans le mobile, Tele2 compte cependant secouer ce marché, comme est secoué celui de la téléphonie fixe.

jeudi 10 janvier 2008

TF1, son univers pitoyable

TF1, son univers pitoyable
Livre.
Cinq journalistes maison racontent anonymement les dessous de la Une.

RAPHAËL GARRIGOS et ISABELLE ROBERTS

QUOTIDIEN : mercredi 9 janvier 2008


Le titre - Madame, monsieur, bonsoir - est bateau ; le pseudo - Patrick Le Bel - balourd ; la déclaration d’intention - «Il ne s’agit pas de mettre le feu à la maison, juste de provoquer un bon électrochoc» - un peu maladroite, mais on ne s’arrêtera pas à ça. Ce livre sur les coulisses de la rédaction de TF1 écrit anonymement par cinq de ses journalistes (1) est brutal. De la brutalité du monde du travail, même quand le travail est surpayé. L’observateur des médias n’y trouvera pas de scoops, mais le quotidien des journalistes de la chaîne en béton : bassesses, hypocrisie, terreur sourde.

Hier, à TF1, pas de commentaire. Mais en interne, on s’agite, même si quasiment personne n’a lu le livre. La blague du jour dans la rédaction : lancer à son collègue «Tu ne m’as pas dédicacé ton bouquin». La direction est bien décidée à retrouver les coupables. Pour protéger les auteurs qui refusent même de s’exprimer par téléphone, l’éditeur a réécrit, gommé les tics de langage. Mais le témoignage, dont le Parisien a publié hier des extraits et que Libération s’est procuré, est précieux : «C’est nous qui faisons la soupe, tous les jours, à 13 heures et à 20 heures», écrivent les journalistes.

Travailler pour TF1

L’info à la chaîne, les sujets montés à la six-quatre-deux, les reportages orientés… C’est le quotidien des journalistes de TF1. Après une manif étudiante, il faut aller vite : «Monte-moi 25 minutes de bordel, commande un journaliste à son monteur, on mettra ensuite deux témoins.» Et la manie du micro-trottoir : «Trois pour, trois contre, ça suffira merci.» En 2002, après la présidentielle où TF1 a été accusée d’avoir emmené Jean-Marie Le Pen au second tour, Robert Namias, directeur de l’information, organise un séminaire de la rédaction. Un cahier de doléances a été ouvert : «Souffrance, colère, lassitude : "infantilisation, caporalisme, cadences infernales, pertes de sens", tout y passe… Peu à peu, les journalistes se lèvent […], donnent chair aux accusations.» Les témoignages fusent : «On passe d’un reportage en banlieue à un autre sur la sécheresse dans les Deux-Sèvres», «Je ne reconnais plus la rédaction. Lorsque j’entre dans le parking, j’ai mal au ventre», «J’ai un peu honte en ce moment de dire que je travaille à TF1». Seule conséquence du séminaire: l’adjoint de Namias est remplacé.

PPDA

C’est le principal accusé : dilettante, paresseux comme une couleuvre, autoritaire, jaloux du bel Harry Roselmack, le voilà habillé pour quelques hivers. «Irascible. Chacun dans la rédaction s’attache à prévenir ses colères ; on les craint. Destructrices, blessantes.» A un jeune journaliste qui estime que son sujet mérite mieux que quelques images commentées en voix off, PPDA assène: «Considère qu’un off dans mon journal est déjà un immense privilège.» Un PPDA doté d’un baobab dans la main : «Il n’écrit que très peu son journal et se contente souvent de corriger ceux qui l’ont fait pour lui.»

Jean-Pierre Pernaut

A côté, le présentateur du 13 heures s’en tire bien : «Un beauf de droite décomplexé.» Qui «essaiera toujours d’arranger nos affaires avec la direction». Du moment qu’on ne lui enlève pas ses dadas : «Les fonctionnaires sont payés à ne rien foutre.» Parfois, ça se voit. Comme lors des grèves de novembre 2007, où il est déchaîné. Au point que le nouveau patron de TF1, Nonce Paolini, le convoque pour un remontage de bretelles. Le lendemain, Pernaut reproche à ses journalistes de ne pas l’avoir soutenu: «Personne ne me défend. Je vous pisse tous à la raie.»

Claire Chazal

Cruel, le portrait de Claire Chazal : «Une Marie-Antoinette : la vraie simplicité des gens bien nés, qui, malgré eux, vous renvoie à votre piètre condition.» Et passionnée par son métier avec ça : «Tandis que les chefs d’info lui transmettent le menu de son journal, Claire est ailleurs, dans la contemplation de ses mains, dont le soin est une obsession.»

Robert Namias

C’est l’architecte de l’info sur la Une. Lui qui, dans l’émission 7 à 8, coupe une interview du frère de Rachida Dati : «Vous n’allez pas me gâcher ma rentrée», explique Namias. «Sacré Bob.» Et sa sacrée maxime: «Ce qui ne passe pas sur TF1 n’existe pas.» Commentaire des auteurs : «Il fait ce qu’on lui demande de faire, comme nous, c’est le secret de sa longévité.»

Télé Sarko

Au soir du 6 mai 2007, l’ambiance au siège de TF1 est à l’euphorie. Si Namias a donné le mot d’ordre («Aucune mine réjouie ou défaite avant 20 heures»), «dans les salons réservés aux VIP, le champagne coule à flots […] On fête bien l’élection de Nicolas. Sans ambiguïté ni gêne aucune.» Seul couac, une coupe apparaît fugacement à l’antenne. Au côté d’Etienne Mougeotte, trottine un jeune stagiaire : le fils de Bernard Arnault. Ce soir-là, Sarkozy n’est pas là; mais à TF1, il est chez lui. Les auteurs rectifient: «Chez son meilleur ami. Martin [Bouygues, ndlr], rarement là, lui laisse les clés en toute confiance.» Ainsi, en août 2006, Sarkozy passe un savon au journaliste qui a laissé passer un reportage sur les sans-papiers de Cachan peu à son goût: «C’est une honte d’avoir laissé passer ce sujet, s’emporte le futur Président. Vous ne savez pas faire votre boulot.» Plus tard, reçu à la fin d’un JT de 20 heures, Nicolas Sarkozy se verra gratifier d’un mot gentil par l’épouse de Patrick Le Lay: «On est tous avec vous!»

(1) Editions du Panama, 15 euros. En vente jeudi.

mercredi 9 janvier 2008

Sunrise will die Swisscom aufsplitten

Sunrise will die Swisscom aufsplitten

Netze und Dienste müssten bei der Swisscom getrennt werden. Das fordert Sunrise-Chef Christoph Brand. Bereits wollen Politiker Sunrise Schützenhilfe leisten. Auch die Bundesräte Doris Leuthard und Moritz Leuenberger sollen eingespannt werden. Die Swisscom wehrt sich.
Michael Kuhn


Handelszeitung

08.01.2008

Aus dem Sunrise-Tower in Zürich-Oerlikon wird scharf geschossen. Verbal. Ziel ist der helvetische Branchenprimus Swisscom. Der vom Milliardenkonzern «immer wieder beschworene Infrastrukturwettbewerb zwischen Telefon- und Kabelnetz ist eine Illusion», sagt Christoph Brand. «Die Marktdominanz und das sehr hohe Preisniveau besonders im Festnetzumfeld sollten Schweizer Politikern zu denken geben.» Deshalb fordert Brand: «Trennung von Netz und Diensten der Swisscom.»

Damit würde die Swisscom gezwungen, ihre Festnetzinfrastruktur – Kanäle und Kabel im Boden – in eine separate Einheit oder eine Tochtergesellschaft auszulagern. Diese soll künftig den Unterhalt und den Ausbau des Netzes sicherstellen und allen Marktteilnehmern zu gleichen Kosten zur Verfügung stellen. «So müsste die Swisscom endlich transparent machen, zu welchen Preisen sie selbst auf die Infrastruktur zurückgreift. Das würde einen fairen Wettbewerb ermöglichen.»

Geheimplan oder Plan B

«Weil Sunrise nicht investieren will, möchte sie unser Unternehmen enteignen», wehrt sich Swisscom-Chef Carsten Schloter. Er könne «nur hoffen, dass nicht zu viele auf diese Bemühungen hereinfallen». Die Manager, die heute bei Sunrise für eine Trennung plädieren, «haben noch vor wenigen Jahren bei der Regulierung die gegenteilige Meinung vertreten, als sie an der Spitze der Swisscom waren. Sie sind nicht glaubwürdig.» Gemeint sind neben Christoph Brand als ehemaliger Swisscom-Chefstratege auch Jens Alder, früherer Swisscom-CEO und heutiger Chef der Sunrise-Mutter TDC.

Diese tragen zusammen mit dem ebenfalls ehemaligen Swisscom-Mann und heutigen Sunrise-Strategen Floris Alders die Verantwortung für den aggressiven Sunrise-Stil. Das es dabei nicht bei markigen Worten bleibt, hat das Unternehmen mit mehreren Klagen gegen Swisscom bewiesen.

Auch mit der Forderung nach einer «funktionalen Trennung», wie diese Form der Aufsplittung nach Diensten und Netz im Fachjargon heisst, macht Sunrise ernst. Bereits fanden zwischen Lobbyisten der Sunrise und einflussreichen Politikern aus National- und Ständerat sowie der Bundesverwaltung erste Gespräche statt. Sunrise-intern wie auch von Seiten der Swisscom heisst es, mehrere Ratsmitglieder würden sich für die Idee einer Aufteilung der Swisscom «erwärmen». Der Tenor: Vor allem bürgerliche Politiker sind unzufrieden mit dem aktuellen Kurs der Swisscom. Sie wollen eine rasche Beschleunigung des Wettbewerbs.

Das ist Wasser auf die Mühlen von Sunrise. Sie plant, die Lobbyarbeit in den nächsten Wochen und Monaten massiv zu intensivieren. So will Christoph Brand die Bundesräte Doris Leuthard und Moritz Leuenberger für sei- ne Pläne ebenso gewinnen wie gewichtige Bundesinstanzen. Dazu gehören neben dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Kommunikationskommission (ComCom), die Wettbewerbskommission (Weko) wie auch der Preisüberwacher. Die Absicht: «Der Bund als Mehrheitsaktionär könnte den Willen des Parlaments nach mehr Wettbewerb elegant umsetzen und der Swisscom die funktionale Trennung als Ziel vorgeben», sagt Brand. Dies wäre ein eigentliches Husarenstück.

Wahrscheinlicher ist jedoch Plan B: Der Weg über das Parlament. Eine günstige Gelegenheit bietet sich in Bälde: Noch vor Mitte 2008 will Finanzmister Hans-Rudolf Merz einen Bericht zum künftigen Eignerverhältnis des Bundes an der Swisscom im Parlament vorstellen. In die anschliessenden Debatten werden mit Sicherheit auch weitere Begehrlichkeiten und Vorschläge eingemischt.

Das wäre ein optimales Umfeld für Sunrise, Unterstützung für die funktionale Trennung von Netz und Diensten bei der Swisscom zu gewinnen. Und ein Albtraum für Carsten Schloter. «Hier werden zwei Dinge vermischt, nämlich eine mögliche Privatisierung und die langfristige Überlegung, wie man die richtigen Infrastrukturanreize für die Schweiz schafft. Das ist gefährlich», warnt der Swisscom-Chef.

Auch die EU macht Druck

Gefährlich oder nicht, die Diskussion um die Struktur der Swisscom dürfte bald in den nationalen Parlamenten lanciert werden. Und nicht nur dort: Bereits Ende 2007 hat die EU-Kommission unter der Leitung der zuständigen Kommissarin Viviane Reding gefordert, dominante Anbieter nach Netz und Diensten aufzuteilen. Ein Thema, das heuer konkretisiert werden dürfte und in der Schweiz für weiteren Zündstoff sorgen wird.

Sehen Sie dazu auch unser Online Dossier unter www.handelszeitung.ch/swisscom

mardi 8 janvier 2008

Cablecom feilt am Image

Cablecom feilt am Image

Inseratekampagne soll erboste Fernsehkunden beruhigen

Die Kabelnetzbetreiberin Cablecom will verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. In ganzseitigen Zeitungsinseraten hat sie ihren Fernsehkunden versprochen, noch «auf Jahre hinaus» könnten sie ein breites Angebot an analogen Sendern empfangen. Hintergrund der teuren Imagekampagne: Wütende Kunden, die abgeschaltete Sender vermissen, und die Konkurrenz von Bluewin TV.

Von Christoph Stricker


Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel wie Champagner und Feuerwerk. Wenn aber Firmen Vorsätze fassen und diese erst noch lautstark verkünden, hat das Seltenheitswert. Vorgemacht hat beides unmittelbar vor dem Jahreswechsel die Cablecom in ganzseitigen Zeitungsinseraten. In allen grösseren Deutschschweizer Tageszeitungen sowie in den Sonntagsmedien erschienen Inserate, in denen sich Konzern-Chef Rudolf Fischer an die «Geschätzten Fernsehzuschauer» wandte.




Cablecom krebst zurück
Unter dem Titel «Wir haben verstanden und lassen ihnen die Wahl» nahm Fischer Bezug auf die Abschaltung analoger TV-Sender, die zu massiven Protesten und Kündigungen von Verträgen bei Cablecom geführt hatten. «Wir haben aus ihren Reaktionen gelernt», schreibt Fischer selbstkritisch. Und das Unternehmen verspricht, es werde «weiterhin auf Jahre hinaus das gewohnte analoge Angebot ins Haus liefern».

Empörung bis ins Bundeshaus
Auf Anfrage von NZZ Online gestand Cablecom-Sprecher Hans-Peter Nehmer ein, die Kabelnetzbetreiberin sei nach den Abschaltungen von den heftigen Reaktionen ihrer Kunden überrascht worden. Das Unternehmen hatte nicht mit so starken Protesten gerechnet. Nicht nur die Kunden zeigten sich empört; der Verlust etlicher analoger TV-Sender wurde sogar zur Staatsaffäre: Medienminister Moritz Leuenberger schaltete sich ein und pfiff die Cablecom zurück. Das Unternehmen begründet die Abschaltungen damit, dass im Netz mehr Platz für das digitale Fernsehen der Zukunft geschaffen werden müsse.

Derzeit verbreitet Cablecom laut Nehmer in allen Regionen durchschnittlich rund 40 analoge TV-Sender. Was die Kabelnetzbetreiberin in ihren Inseraten unter «gewohntem Angebot» versteht, wollte der Firmensprecher nicht quantifizieren. Weniger dürfen es zumindest bis 2009 nicht sein, denn solange besteht eine Abmachung mit dem Preisüberwacher. Zudem legt die Verordnung zum Radio- und Fernsehgesetz eine Mindestzahl von je 25 analogen TV- und Radio-Sendern fest.

Kunden springen ab
Mit der Ankündigung, analoge Sender aus dem Programm zu kippen, hatte Cablecom der Swisscom-Konkurrentin Bluewin-TV kurz nach deren Start im November 2006 einen willkommenen Steilpass zugespielt. Tatsächlich wurde Bluewin TV damals von Anmeldungen überschwemmt, was zu langen Wartezeiten für Neukunden führte. Gleichzeitig verlor Cablecom Kunden. Das lasse sich aber nicht nur auf den Ärger wegen der Abschaltungen zurückführen, redet Nehmer die Kundenverluste schön. Mit Bluewin TV sei ja auch ein neues Angebot entstanden.

Allein im dritten Quartal 2007 kehrten 2100 TV-Kunden mit Analoganschluss Cablecom den Rücken, wie der Firmensprecher sagt. Zwischen von April bis Juni waren es 900 gewesen. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Im Frühjahr hatte Cablecom zahlreiche Sender vom Netz genommen. Gemessen an den 1,55 Mio. TV-Kunden von Cablecom ist die Kündigungsrate allerdings tief. Fürs digitale TV von Cablecom entschieden haben sich bisher gut 215'000 Kunden, wie Nehmer erklärt.

Bluewin TV hat Kosten unterschätzt
An Bluewin TV von Swisscom angeschlossen waren Ende September über 60'000 Haushalte. Die Wartezeit für eine Installation betrage derzeit zwei bis drei Wochen, sagt eine Firmen-Sprecherin. Die Swisscom kämpft beim digitalen Fernsehen via Telefonleitung noch immer mit zu hohen Kosten: Pro neuem Kunden gibt das Unternehmen rund 1300 Franken für Akquisition und Installation aus. Diesen Betrag will Swisscom halbieren und damit den Gewinn verbessern.

dimanche 16 décembre 2007

«L'enjeu de la privatisation est la capacité à prendre des risques»

TELECOMS. Le directeur de Swisscom confirme les maladies de jeunesse de Bluewin TV.






Anouch Seydtaghia et Frédéric Lelièvre
Mercredi 12 décembre 2007




Le Temps: Où en sont les négociations avec Apple ( AAPL) concernant la commercialisation de l'iPhone?

Carsten Schloter: Ce n'est pas parce que nous sommes leaders en Suisse qu'Apple nous choisira forcément... Si elle veut vendre ici 100000 ou 200000 appareils, la firme de Steve Jobs sait qu'elle pourra le faire quel que soit l'opérateur. Nous avons des avantages. Nos Swisscom ( SCMN.VX) Shops accueillent chaque année quatre millions de clients différents. Nous vendons déjà des Mac et des iPod. Enfin, il y a la couverture inégalée de notre réseau de téléphonie mobile à haut débit.

- Un an après le début de Bluewin TV, de nombreux clients déplorent un service très mauvais.

- Effectivement, 25% des clients subissent toujours des problèmes techniques. Chez eux, nous n'avions préalablement pas vérifié que le câblage interne de leur domicile était de qualité suffisante. Or il arrive que l'utilisation de la machine à laver fige l'image de leur téléviseur... Nous tentons de résoudre ces problèmes, et nous n'acceptons désormais que des clients pour qui le service fonctionnera parfaitement.

- Spécialiste de la télévision numérique, Fastweb vous a-t-il aidé?

- Oui, car un de nos grands défis est de fusionner nos réseaux en un seul, IP (internet protocol), pour baisser nos coûts de 300 millions de francs par an. Il permettra de faire transiter voix et données. Fastweb a dès le départ conçu son réseau en IP, et son expérience est très précieuse. Son directeur technique est devenu le nôtre.

- En migrant vers un réseau IP, Swisscom n'aura plus besoin d'une grande partie de ses 1600 centraux... Or c'est là qu'investissent vos concurrents pour lancer des offres dégroupées. Quel sera leur avenir?

- Dans nos centraux, nos concurrents ne peuvent proposer que la technologie ADSL 2+, qui offre un débit maximal de 20 mbit/s. D'ici quatre ou cinq ans, cette vitesse sera devenue nettement insuffisante. La technologie sera obsolète, et ces opérateurs n'auront pas le choix: ils devront profiter de leurs bases d'abonnés et se vendre à des câblo-opérateurs, à des opérateurs urbains privés, voire à Swisscom. C'est ce qui se passe aux Pays-Bas.

- Vos concurrents, Sunrise le premier, affirment qu'il n'est pas possible de gagner de l'argent en revendant votre offre ADSL...

- C'est faux. Nos revendeurs ont une marge brute de 30%. Sunrise ne fait que se plaindre pour pousser les autorités de régulation à faire baisser les tarifs de Swisscom. Lorsqu'une de nos lignes est dégroupée, nous ne recevons plus qu'une trentaine de francs par mois par client. Or nous investissons cette année environ 900 millions de francs dans notre réseau fixe. Cet argent est vital pour le réseau, donc pour la Suisse. Et nous n'avons aucun intérêt à couler nos revendeurs ADSL, ils nous permettent indirectement de contrer les câblo-opérateurs, nos plus dangereux concurrents.

- Mais hormis Cablecom, vous faites face à 250 petits câblo-opérateurs avec des moyens limités...

- Non, car ils se sont réunis en sept à huit groupes pour effectuer des achats et des investissements en commun. Et souvent, ils sont très innovants. A court terme, les câblo-opérateurs n'ont pas à effectuer des dépenses importantes pour augmenter massivement leurs débits Internet. Swisscom doit par contre effectuer des lourds investissements en VDSL et en fibre optique, ce qui nous redonnera, à moyen terme, un solide avantage concurrentiel.

- Fin novembre, la Commission fédérale de la communication a décidé d'obliger Swisscom à fournir aux autres opérateurs un accès à haut débit réglementé. Allez-vous faire recours?

- Oui, un recours sera déposé auprès du Tribunal administratif fédéral. Car une précédente décision de la Commission de recours pour les questions de la concurrence affirmait que Swisscom n'était pas dominant sur le marché suisse du haut débit.

- D'après une récente étude de Comparis sur la téléphonie mobile, Swisscom est quasiment toujours plus cher que ses concurrents. Sera-ce toujours le cas?

- Ce n'est pas vrai. Deux tiers de nos clients ont souscrit à Liberty (ndlr: 50 cts par heure d'appel), et ont sensiblement augmenté leur durée moyenne d'appel. Cela leur coûterait plus cher chez nos concurrents. Tout dépend des profils d'appels que vous comparez. Et si Comparis conseille souvent d'opter pour des offres prépayées, souvenez-vous que les Suisses aiment changer de téléphone. Or lorsqu'ils ont un abonnement, nous subventionnons leur téléphone à hauteur de 250 francs par an, sur deux ans - Comparis n'en tient pas compte.

- Que dire à un petit actionnaire qui voit les activités de Swisscom s'étioler dans plusieurs domaines?

- Qu'il est nécessaire que Swisscom investisse et prenne des risques. Même si le retour sur investissements est très long dans notre secteur, la rentabilité moyenne sur capital investi est toujours très attractive.

- En 2008, le Conseil fédéral doit présenter un nouveau rapport sur la privatisation de Swisscom. Qu'espérez-vous?

- Le management ne doit pas avoir de préférence pour une structure d'actionnariat particulière, tant qu'elle permet à l'entreprise de prendre les risques croissants liés à notre secteur. C'est cette capacité de prise de risque qui est la question centrale de la privatisation. Pour l'heure, les règles imposées par la Confédération ne sont pas une contrainte. La question est de savoir si la Confédération est prête à continuer d'assumer des risques entrepreneuriaux croissants.

- Prévoyez-vous une baisse des effectifs de Swisscom en 2008?

- Il est trop tôt pour le dire. En 2006 et en 2007, les nouveaux engagements ont plus que compensé les départs, notamment grâce à la création de nouveaux métiers liés au support.

Le Matin Online > Poker: on peut organiser des tournois! - Actu > Suisse

Le Matin Online > Poker: on peut organiser des tournois! - Actu > Suisse: "Poker: on peut organiser des tournois!"

Poker: on peut organiser des tournois!

Alors que la pokermania continue à déferler sur la Suisse, l'organisation de tournois avec mises d'argent était interdite. C'est aujourd'hui possible sous certaines conditions

Renaud Michiels - 14/12/2007
Le Matin

Le poker est-il libéralisé?
«Des tournois de poker joués pour de l'argent peuvent, suivant les modalités du jeu, être légaux.» L'annonce, jeudi, de la Commission fédérale des maisons de jeu (CFMJ) a mis les fans en ébullition. Alors, fini la prohibition? «Le poker n'est pas libéralisé», indique Jean-Marie Jordan. Mais peut être autorisé sous certaines conditions. «Lorsque le gain dépend de façon prépondérante de l'adresse du joueur», précise le président de la commission. En clair, quand le talent du joueur l'emporte sur le hasard des cartes.

Alors, qu'est-ce qui est permis?

Cash games Chacun achète des jetons - sa «cave» - et les joue à sa guise. Lorsqu'il n'en a plus, il peut en reprendre. Les pertes sont théoriquement illimitées. «L'organisation de cette forme de poker reste illégale», note Jean-Marie Jordan.

Tournois Chacun place une somme de départ et reçoit ses jetons. Celui qui n'en a plus est éliminé. Et ce jusqu'à ce qu'il ne reste que le vainqueur. Seuls les premiers obtiennent des gains. Les autres perdent leur mise de départ. «L'organisation de ce type de tournoi est soumise à un examen par la CFMJ», commente Jean-Marie Jordan. Un dossier doit être envoyé à la CFMJ, qui statue en quelques semaines. Il en coûte 300 à 400 fr. En cas de feu vert, il faut encore une autorisation du canton.

Critères Nombre de participants, structure des «blinds», répartition des prix: tous les critères sont sur le site de la CFMJ. L'idée est que les règles permettent aux meilleurs joueurs de l'emporter. www.esbk.admin.ch

Qu'en pensent les fans «Je suis très content que le poker sorte de l'illégalité, commente Christophe Mirabile, grand spécialiste et fondateur de la Ligue suisse du poker. Et, avec un cadre clair et détaillé, ça évitera surtout que des joueurs se retrouvent dans un tournoi avec des personnes louches. Ou des organisateurs qui partent avec la caisse...»

En attendant, je peux jouer où?

CASINOS Presque tous les casinos helvétiques ont des tables de poker. Elles sont prises d'assaut par les adeptes. Réservé aux plus de 18 ans.

INTERNET En Suisse, il est interdit d'organiser sur le Web un tournoi avec des mises de départ et des gains. Jouer, par contre, n'est pas punissable. Des milliers de Suisses ne s'en privent pas: une vraie folie! Notons que la Swiss Poker League a trouvé le moyen de mettre sur pied des championnats légaux sur Internet: il n'y a ni frais d'inscription ni de participation. Mais les gains sont réels! www.pokerleague.ch

AUTOUR D'UNE TABLE Sauf autorisation, les parties dans les arrière-salles de bistrots, tripots clandestins ou avec des amis sont prohibées si de l'argent est en jeu. L'organisateur est théoriquement punissable d'une amende allant jusqu'à 500 000 francs. Le simple joueur risque seulement de voir ses mises et gains confisqués. Les tournois sont toutefois légaux s'il n'y a pas de mise de départ. Ou pas de gains: si la recette est reversée à une oeuvre de bienfaisance, par exemple.

C'est quoi, le poker «Texas hold'em»?
Popularisé par le chanteur et champion du monde de poker Patrick Bruel, par les multiples retransmissions télévisées d'Eurosport ou de RTL9 et par Internet: le Texas hold'em est la variante de poker la plus jouée du monde. Et en Suisse. Impossible de connaître le nombre de joueurs, mais il s'agit d'une vraie déferlante! Le hold'em est même enseigné aux Ecoles-clubs Migros.

Joueur Le hold'em n'a besoin que de quelques minutes pour être appris. Et d'une vie pour le maîtriser, aiment répéter les amateurs. Un bon joueur doit allier stratégie, psychologie, expérience et capacité de calcul.

Matériel Pour jouer, il suffit d'un jeu classique de 52 cartes.

Cinq cartes D'abord trois (flop), puis une (turn), puis une dernière (river): cinq cartes sont abattues au centre du tapis. Elles sont visibles de tous. Et utilisables par tous. Les joueurs peuvent enchérir entre chaque abattage.

Deux cartes Chaque joueur reçoit deux cartes personnelles. Il est le seul à les voir.

Jetons Aussi appelés «chips», ils représentent l'argent que l'on a à sa disposition pour miser. En tournoi, quand on n'en a plus, on est éliminé.

Règles Comme dans le poker classique, celui qui a la meilleure combinaison de cinq cartes l'emporte. Sauf s'il a abandonné en cours de partie. Chaque joueur se crée sa combinaison avec ses deux propres cartes et celles du milieu.

Le rêve Une quinte flush royale, soit une suite de cinq cartes de la même couleur!

samedi 24 novembre 2007

«Nos investissements sont très menacés»

«Nos investissements sont très menacés»


TELECOMS. Carsten Schloter, directeur de Swisscom, réagit après la décision de la ComCom.


Anouch Seydtaghia
Samedi 24 novembre 2007

Jeudi, la Commission fédérale de la communication (ComCom) contraignait Swisscom (SCMN.VX) à offrir l'accès internet à haut débit durant quatre ans au prix du marché à ses concurrents (accès dit «bitstream»). Durant cette période, ils n'auront ainsi pas besoin d'investir pour offrir de nouvelles offres (à la différence du «full access»). La réaction de Carsten Schloter, directeur de Swisscom.

Le Temps: La ComCom estime que vous êtes en position dominante sur l'Internet à haut débit. Avec deux tiers du marché, c'est difficilement contestable...

Carsten Schloter: Si. D'abord, notre part de marché est nettement plus faible que celle d'autres opérateurs historiques européens. Ensuite, la Commission de la concurrence avait estimé en 2005 que compte tenu des offres des câblo-opérateurs, Swisscom n'était pas en position dominante. Aujourd'hui, Sunrise a beau jeu de dire que nous ne respectons pas les décisions politiques: la situation juridique ne semble pas claire. Nous allons étudier la décision de la ComCom de manière approfondie avant de se déterminer quant à la suite des opérations

- Swisscom impose des prix élevés et des contraintes importantes à ses concurrents qui veulent utiliser son «dernier kilomètre» via le mode «full access», qui requiert de lourds investissements. Il semble logique d'ouvrir rapidement votre réseau en «bitstream»...

- Il est important que nos concurrents offrent vite de nouveaux services sur l'ensemble du pays. Ils peuvent déjà le faire: nous leur proposons depuis quelques jours une offre leur permettant de vendre du haut débit et de la téléphonie via Internet illimitée pour 70 à 80 francs par mois, prix final pour le client. Si l'on nous impose un prix régulé pour le «bitstream», je crains qu'il ne nous permette même pas de couvrir nos investissements futurs, notamment en fibre de verre.

- Aujourd'hui, vous proposez tout de même du «full access» à plus de 30 francs à vos concurrents, soit davantage que les 25,25 que vous demandez à vos clients...

- Oui, mais avec ce prix ils peuvent créer aussi les offres à haut débit qu'ils veulent, à 30%, voire 40% en dessous de nos prix, et nous concurrencer sérieusement.

- Reste que vous avez une solide longueur d'avance avec le VDSL, qui ne sera pas ouvert à la concurrence, et qui permet d'offrir du très haut débit à 20 mbit/s.

- Certes, mais la volonté politique est de protéger ces nouveaux investissements. Parce qu'en face de nous, nous avons des câblo-opérateurs qui effectuent de gros efforts pour moderniser leurs réseaux pour offrir dans 18 mois du 50 mbit/s. Je vous rappelle qu'ils peuvent couvrir 98% des ménages suisses, soit autant que nous en haut débit. C'est une concurrence très sérieuse.

- Mais la période du «bitstream» ne doit durer que quatre ans, après vos concurrents devront investir pour louer votre réseau.

- Quatre ans, cela suffit à détruire un marché et anéantir des investissements. Il ne faut pas le prendre à la légère.







Précisions sur la panne

Anouch Seydtaghia

Carsten Schloter affirme que la panne majeure de son réseau intervenue
mercredi soir n'est pas de la faute de Swisscom, comme le soupçonnent plusieurs
experts.

«Il s'agissait d'une attaque classique contre de nombreuses
adresses IP, dont un grand nombre appartenaient à Swisscom. Nous avons pu
refouler 70% des attaques, mais les 30% restants ont causé une surcharge du
réseau. Nous avons ensuite installé de nouveaux filtres plus performants», a
déclaré le directeur du géant bleu.

dimanche 18 novembre 2007

Verfolger von Aldi und Lidl in den Startlöchern

Verfolger von Aldi und Lidl in den Startlöchern
Rewe und Edeka buhlen um den Tengelmann-Discounter Plus


Bisher galten Aldi und Lidl unter den deutschen Discountern als unangefochtene Marktführer. Doch nun könnte eine starke Nummer drei entstehen, sucht doch die Familienfirma Tengelmann für ihren Discounter Plus einen Partner. Im Rennen sollen Rewe und Edeka sein.

cei. Frankfurt, 10. Oktober


Die Discounter hätten ihren Zenit erreicht, die deutschen Konsumenten achteten wieder verstärkt auf die Qualität der Produkte und weniger auf den Preis, verkünden Konsumentenbefragungen. Doch allen Unkenrufen zum Trotz legen die Discounter zumindest im Lebensmitteleinzelhandel weiter zu. Laut den Marktforschern von A. C. Nielsen hielten Aldi & Co. 2006 einen Marktanteil von 41,1%. Im Vorjahr waren es 1,2 Prozentpunkte weniger gewesen. Allein auf Aldi entfallen rund 17% des Umsatzes mit Lebensmitteln. Nun bietet sich der Konkurrenz aber die Möglichkeit, einen starken Verfolger von Aldi und Lidl zu formen. Die Familienfirma Tengelmann hat nämlich ihren Discounter Plus ins Schaufenster gestellt (vgl. Kasten). Interesse daran bekunden laut Medienberichten die beiden grössten deutschen Lebensmittelhändler Edeka und Rewe .



Ein Drittel mehr Standorte als Lidl

Edeka hat sich – mit Ausnahme Dänemarks – ganz auf den deutschen Markt zurückgezogen, was im Gegensatz zur Strategie der meisten deutschen Einzelhändler steht, die stark nach Osteuropa expandieren. Am Heimmarkt will Edeka den Marktanteil deutlich steigern, was durch eine Übernahme von Plus mit einem Schlag gelänge. Der genossenschaftlich organisierte Konzern ist im deutschen Branchenvergleich mit einer operativen Marge (Stufe Ebit) von 3,5% überdurchschnittlich erfolgreich. Edeka war mit dem Kauf von Netto erst vor zwei Jahren überhaupt in den Discount-Bereich eingestiegen. Die als «Soft-Discounter» geltende Kette versucht sich mit Frischprodukten und Markenartikeln von der Konkurrenz zu unterscheiden. Pro Jahr werden rund 150 neue Läden eröffnet.

Ähnlich schnell wie Edeka mit Netto will auch Rewe mit seinen Penny-Discountern expandieren. 2008 plant das den selbständigen Rewe-Kaufleuten gehörende Unternehmen bis zu 180 Neueröffnungen. Eine Kröte musste Rewe-Chef Alain Caparros in den Verhandlungen offenbar bereits schlucken, um im Rennen zu bleiben. So will Tengelmann an Plus als Minderheitsaktionär mit 25% bis 30% beteiligt bleiben. Unabhängig davon, wer letztlich im Bieterkampf reüssiert, entstünde aus einer Kombination eines der beiden Gegenspieler mit Plus ein Discounter, der etwa einen Drittel mehr Standorte aufwiese als Lidl. Die «Lebensmittel-Zeitung» will nun erfahren haben, dass die von Lidl angepeilte Expansion in die USA vorläufig auf Eis gelegt worden sei, um die Managementkapazitäten stärker auf die Herausforderungen am Heimmarkt zu richten.

Marktanteil im Nonfood rückläufig

Hier ist Lidl derzeit deutlich schneller unterwegs als Aldi. Gemäss der Marktforschungsfirma GfK verzeichnete Lidl bei Gütern des täglichen Bedarfs von Januar bis August 2007 ein Umsatzplus von 10%, während Aldi ein Minus von 1,6% hinnehmen musste. Punkto Kundenzufriedenheit bleibt bei den Discountern jedoch die Aldi-Gruppe (Nord und Süd) das Mass der Dinge. Das Unternehmen erhält in Umfragen etwa bei der Erreichbarkeit, Sauberkeit, bei Wartezeiten an der Kasse und der Produktqualität Bestnoten.

An Grenzen stossen die Discounter zunehmend im Absatz von Nonfood-Artikeln. Die schlechte Entwicklung in diesem Bereich dürfte ein Grund dafür sein, dass Tengelmann für Plus nach einem Partner sucht. Gemäss GfK hatten die Discounter ihren Marktanteil bei Nonfood-Artikeln zwischen 1998 und 2005 von 2,7% auf 5% zwar fast verdoppelt, doch ging er 2006 wieder auf 4,6% zurück. Die ständigen Aktionen haben bei den Kunden zu einer Sättigung geführt. Wer weiss, dass der billige Trainingsanzug in einigen Wochen bei einem anderen Discounter zu haben ist, wird weniger Impulskäufe tätigen. Marktführer Aldi gelingt es derweil, diesem ungünstigen Trend mit dem Verkauf von Reisen und Handy-Verträgen entgegenzuwirken.

11. Oktober 2007, Neue Zürcher Zeitung

Entscheidung zu Plus bis Weihnachten

cei. Der zum deutschen Lebensmittelhändler Tengelmann gehörende Discounter Plus hat im Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende April) enttäuscht. Mit einem Erlösanstieg von 1,7% blieb er am Heimmarkt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das lag am Umsatzeinbruch um 20% im Nonfood-Geschäft. Weltweit setzte Tengelmann 24,5 Mrd. € um. Dazu trug die in New York kotierte US-Tochter A&P 5,3 Mrd. € bei. A&P schrieb operativ einen Verlust von 21 Mio. €. In Europa zählt Tengelmann 117 000 Mitarbeiter. Erfolgreich war das in Familienbesitz stehende Unternehmen mit den auch in der Schweiz vertretenen Obi-Hobbymärkten sowie dem Textil-Discounter Kik. Dagegen war der Umsatz der Tengelmann-Supermärkte leicht rückläufig. Die Supermärkte und die Discounter beendeten das Geschäftsjahr mit einem «kleinen Verlust». Über die Zukunft der Discounter-Kette solle bis Weihnachten entschieden werden, sagte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub an der Bilanzkonferenz in Mülheim an der Ruhr.

Mehr Konkurrenz für Aldi und Lidl

Mehr Konkurrenz für Aldi und Lidl

In Deutschland entsteht ein neuer Discount-Riese



In Deutschland entsteht ein neuer Discountriese. In der bis jetzt grössten Transaktion in der Geschichte des deutschen Einzelhandels schliessen sich die Billigketten Netto (Edeka) und Plus (Tengelmann) unter einem Dach zusammen. Damit werden künftig drei grosse Discounter den Markt beherrschen: Aldi, Lidl und Netto.

(ap)An dem neuen Unternehmen wird Edeka 70 Prozent der Anteile und Tengelmann 30 Prozent halten. Allerdings muss das Kartellamt der Allianz noch zustimmen. Edeka-Chef Alfons Frenk betonte: «Wir stossen damit in die Spitzengruppe der deutschen Discountunternehmen vor.» Edeka als grösster deutscher Lebensmittelhändler wolle auf dem hart umkämpften Billig-Markt künftig «wirklich Flagge zeigen» und jährlich rund 300 neue Filialen eröffnen.


Zu Lidl aufgerückt

Netto neu» macht in seinen 4'100 Filialen einen Umsatz von mehr als 11 Mrd. Euro. Damit kann das Unternehmen seinen Abstand zum Branchenzweiten Lidl drastisch verkürzen, dessen Umsätze auf rund 14 Mrd. Euro geschätzt werden.

Die meisten der 2'900 Plus-Filialen sollen in den nächsten drei Jahren auf die Marke Netto umgestellt werden und dann auch das grössere Sortiment der Edeka-Tochter anbieten. Nur 800 kleinere Filialen sollen als Nachbarschaftsläden unter dem Logo Plus weitergeführt werden. Die Kosten der Umstellung bezifferten Frenk auf rund 300 Mio. Euro.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub betonte, die Einigung mit Edeka sei «ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk» für ihn, aber auch für die Mitarbeiter des zuletzt rote Zahlen schreibenden Discounters Plus. Denn die Filialnetze beider Unternehmen ergänzten sich ideal. Es gebe keinerlei Überlappungen. Deshalb seinen Filialschliessungen nicht notwendig. Es werde im Gegenteil durch den geplanten Wachstumskurs eine erhebliche Zahl neuer Arbeitsplätze entstehen, hiess es.

Konkurrent Rewe reagiert verärgert

Haub betonte, die Allianz mit dem Lebensmittel-Marktführer Edeka sei ein Glücksfall für Tengelmann: «Wenn man nicht die Nummer eins sein kann, ist es das Beste mit der Nummer eins zusammenzuarbeiten.» Das Familienunternehmen wird deshalb künftig auch im Einkauf für seine Kaiser's und Tengelmann-Supermärkte mit dem Handelsriesen als Partner kooperieren. Grosse Probleme mit dem Kartellamt erwartet der Tengelmann-Chef nicht. Die ersten Signale seien sehr positiv.

Zum Kaufpreis, den Tengelmann neben seiner 30-Prozent-Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen erhielt, machten die Unternehmen keine Angaben. Der Einigung waren monatelange Verhandlungen von Tengelmann mit Edeka, aber auch mit dem Konkurrenten REWE vorangegangen. REWE-Chef Alain Caparros zeigte sich verärgert über den Ausgang des Bieterwettkampfs und bewertete den Kaufpreis indirekt als überhöht. Rewe habe für Plus mitgeboten, wolle aber nicht um jeden Preis wachsen. Schliesslich sei es ein riesiger Kraftakt das Geschäft auf Sicht rentabel zu gestalten. «Abgerechnet wird erst nach Ladenschluss.»

Expansion von Obi beschleunigen

Tengelmann kündigte an, es werde die Einnahmen aus dem Verkauf der Plus-Mehrheit verwenden, um die Expansion der Baumarktkette Obi in Osteuropa und das Wachstum des Textildiscounters Kik zu zu beschleunigen. Ausserdem will das Unternehmen die Renovierung seiner verbliebenen Supermärkte verstärkt in Angriff nehmen.

Offen blieb zunächst die Zukunft der Plus-Auslandstöchter. Sie sind nicht in das Gemeinschaftsunternehmen einbezogen. Haub betonte, Tengelmann werde hier nun alle Optionen von einem Verkauf bis zur Fortführung prüfen. Doch dürfe es zahlreiche Interessenten für die Plus-Auslandsgesellschaften in Bulgarien, Tschechien, Ungarn und Österreich geben.

«Preisvergleich mit Ausland hinkt»

18. November 2007

«Preisvergleich mit Ausland hinkt»

Swisscom-Chef Schloter sieht Preise für schnellen Internetzugang sinken

Die Konkurrenten der Swisscom können bald Leistungspakete für schnelle Internet-Verbindungen und für Sprachtelefonie anbieten, die 30 bis 40 Prozent billiger sind als vergleichbare Angebote der Swisscom. Das stellte Swisscom-Konzernchef Carsten Schloter im Interview der «NZZ am Sonntag» in Aussicht. Der Swisscom-Chef kündigte gleichzeitig an, sein Unternehmen werde selbstverständlich reagieren. ...




Die EU will mit Reformen den Wettebewerb im Telekom-Markt beleben. Swisscom-Chef Carsten Schloter erklärt, warum die Schweiz solche Massnahmen nicht braucht – obwohl sein Konzern hier dominiert.
Interview: Chanchal Biswas


NZZ am Sonntag: Kennen Sie Viviane Reding, die Telekom-Kommissarin der Europäischen Union, persönlich?

Carsten Schloter: Unsere Wege haben sich schon gekreuzt, und ich habe sie in öffentlichen Diskussionen erlebt. Persönlich kenne ich die charmante Frau nicht.

Charmant? Für die Branche ist Viviane Reding ein rotes Tuch, nicht erst seit Dienstag, als sie ein Reformpaket für den Telekom-Markt vorgestellt hat. Was halten Sie von den Vorschlägen?

Einige Teilmärkte werden aus der branchenspezifischen Regulierung entlassen. Das ist ein positiver Aspekt. Weniger positiv sind die Vorschläge, die Telekomnetze in der EU funktionell zu trennen und eine Super-Regulierungsbehörde zu schaffen.

Was bedeutet funktionelle Trennung der Netze?

Dabei bringt ein Telekomanbieter sein Netz in eine separate Gesellschaft ein, die allen interessierten Firmen den Zugang zur Netzinfrastruktur ermöglicht. Es geht also nicht darum, den Netzeigentümer zu enteignen. Die funktionelle Trennung kann unter besonderen Umständen eine heilsame Wirkung auf den Markt haben. Aber auch Viviane Reding betont immer wieder, dass diese Medizin nur Märkten verschrieben werden soll, in denen kein Infrastrukturwettbewerb herrscht. In der Schweiz kämpfen Swisscom und Kabelnetzbetreiber wie Cablecom mit eigenen Infrastrukturen um die Kunden.

In der Strombranche ist die Trennung von Netz und Diensten gang und gäbe. Warum nicht auch in der Telekom?

Anders als in Stromnetzen kann man in der Telekommunikation Netz und Dienst nicht ohne weiteres trennen. Zum Beispiel wurden in Deutschland und in Frankreich die Kabelnetze von Betreiberfirmen aufgebaut, die nicht gleichzeitig über die Dienste bestimmten. In Ländern mit einer Trennung werden Investitionen verschleppt. Konkret haben es in Deutschland und Frankreich die Kabelnetzbetreiber verpasst, ihre Netze rechtzeitig für schnelles Internet und Telefonie aufzurüsten.

Wären Sie strikt dagegen, das Swisscom-Festnetz in eine getrennte Gesellschaft auszulagern, bei der dann alle Telekomanbieter einkaufen?

Für die Schweiz und Swisscom wäre eine funktionelle Trennung schlecht. Wie gesagt: Aus regulatorischer Sicht ist entscheidend, ob es Wettbewerb zwischen Telekom- und Kabelnetzen gibt oder nicht. Zudem kann ein Dienst wie unser Fernsehangebot Bluewin TV nur entstehen, weil wir die Eigenschaften unseres Festnetzes wirklich kennen und ausnutzen. Der Dienst ist sehr gekoppelt mit den Netz-Eigenschaften. Wenn Swisscom das iPhone, das Handy von Apple, in der Schweiz einführen will, braucht es Anpassungen im Mobilnetz, beispielsweise in der Art und Weise, wie die Mailbox gebaut ist. Die Trennung hemmt Innovation.

Die EU hat eine Senkung der Roaming-Gebühren verordnet. Jetzt telefoniert man auch mit einem Swisscom-Handy im Ausland um bis zu 57% billiger. Aus Sicht der Konsumenten leistet Viviane Reding gute Arbeit.

Wir haben nicht eine drohende Regulierung vorweggenommen, sondern das neue Roaming-Regime in der EU genutzt, um unsere Einkaufskosten zu senken. Die Swisscom hatte die Wahl, den Preisvorteil als zusätzliche Marge einzunehmen oder ihn den Endkunden weiterzugeben. Wir haben uns für Letzteres entschieden, weil das Thema Roaming-Gebühren bei unseren Kunden und in der Öffentlichkeit sehr akut war. Dass wir als erster Schweizer Telekomanbieter eine Senkung vorgenommen haben, ist ein Wettbewerbsvorteil.

Sind die Schweizer Regulatoren weniger aggressiv als ihre Kollegen in der EU?

Man tendiert dazu, die Preise in der Schweiz mit jenen im Ausland zu vergleichen und daraus zu schliessen, dass die Regulierung weiter vorangetrieben werden kann. Aber es gilt auch die Qualität der Infrastruktur zu beachten. Da ist die Schweiz an der Spitze, auch weil hier die Pro-Kopf-Investitionen seit Jahren deutlich höher liegen als im Ausland. 2007 wird die Swisscom einen Cash-Abfluss von gegen 150 Mio. Fr. verzeichnen, weil Behörden bis hin zum Bundesgericht entschieden haben, dass wir in der Vergangenheit teilweise überhöhte Interkonnektions-Preise verlangt haben. Das zeigt, dass wir in der Schweiz nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.

Warum sind in der Schweiz Festnetz, Handy und Breitbandanschlüsse für schnelles Internet teilweise deutlich teurer als in anderen Ländern?

Der Preisvergleich mit dem Ausland hinkt, weil andere Länder ihre Telekom-Märkte viel früher liberalisiert haben. Man darf nicht erwarten, dass die Schweizer Preise im zehnten Jahr der Liberalisierung das gleiche Niveau erreichen wie jene in Ländern, die im fünfzehnten Jahr stehen.

Ihre Konkurrenten reichen laufend neue Klagen gegen die Swisscom und ihr Verhalten ein. Wie erklären Sie das?

Diese Klagen sind Teil des Systems. Damit die Schweizer Behörden überhaupt aktiv werden können, muss zuerst jemand klagen. Klagen als Hinweis zu nehmen, dass die Swisscom gegen Grundregeln verstösst, wäre falsch. Zudem muss man sich vor Augen halten, was sich denn ändert, wenn die Forderungen unserer Mitbewerber erfüllt werden. Sunrise beispielsweise klagt, dass sie mit dem Wiederverkauf von Breitbandanschlüssen zu wenig verdiene, weil sie zu teuer bei der Swisscom einkaufen müsse. Solche Klagen sind systemimmanent. Haben sie Erfolg, spült ihnen das viel Geld in die Kasse. Ob der Konsument profitiert, ist nicht sicher.

Swisscom ist im Festnetz, im Mobilfunk und im Breitband-Internet mit Abstand Marktführer und wächst trotzdem schneller als die Konkurrenz. Warum?

Für die letzten Monate trifft dies zu. Zuvor sind die anderen stärker gewachsen. Das ist Wettbewerb.

Im Mobilfunk hat Swisscom 62% Marktanteil, Sunrise und Orange haben je 19%. Es ist doch etwas faul, wenn Sie jetzt am schnellsten wachsen.

Es gibt Studien auch vom Bundesamt für Kommunikation, die zeigen, dass für den Konsumenten nicht nur der Preis zählt. Faktoren wie Image oder Vertrauen spielen auch eine wichtige Rolle. Das sind Dinge, die man der Swisscom nicht vorwerfen kann. Und ohne dass ich ihre Arbeit abwerten will: Die Cablecom hatte in den letzten Monaten ein Imageproblem, weil sie analoge TV-Programme abgeschaltet hat. Das hat sich in schwachen Zuwachszahlen gespiegelt. Auch dafür kann die Swisscom nichts.

Und warum hat Swisscom Erfolg?

Wir haben mit verschiedensten Angeboten gezeigt, dass wir offensiv in den Markt gehen. Diese Wetten bescheren uns anfangs Umsatzeinbussen, dafür gewinnen wir Marktanteile. Im Mobilfunk haben wir mit günstigen Stunden-Tarifen und dem M-Budget-Angebot die Preise ins Rutschen gebracht. Im Bereich der schnellen Internetanschlüsse haben wir diese Woche einen weiteren Schritt getan: Wir bieten unseren Mitbewerbern neu nackte DSL-Leitungen zum Wiederverkauf an. Sie können bald flächendeckend integrierte Bündel anbieten.

Was heisst das?

Unsere Mitbewerber können DSL-Leitungen von Swisscom weiterverkaufen, ohne dass der Konsument gleichzeitig einen Telefonanschluss von Swisscom mieten muss. So kann unsere Konkurrenz bald Leistungspakete mit Breitband-Internet und Sprach-Telefonie anbieten, die 30 bis 40% billiger sind, als es vergleichbare Swisscom-Pakete heute sind. Das wird uns unter Druck setzen, und wir werden natürlich reagieren, sobald die ersten Mitbewerber mit neuen Angeboten kommen.

Die Fr. 25.25 pro Monat würden wegfallen, man müsste aber über das Internet oder das Handy telefonieren?

Genau.


18. November 2007

Carsten Schloter
Der 44-jährige Betriebswirt und Informationstechniker ist Anfang 2006 vom Mobilfunk- zum Konzernchef der Swisscom aufgestiegen. Unter seiner Führung hat der ehemalige Monopolbetrieb ins Ausland expandiert und eine Mehrheitsbeteiligung am italienischen Breitband-Anbieter Fastweb gekauft. Schloter ist verheiratet und hat drei Kinder. (bis.)

18. November 2007

EU will europäischen Telekom-Binnenmarkt Mehr Kompetenzen und Super-Aufsichtsbehörde gefordert

Die EU-Kommission hat diese Woche ein Reformpaket verabschiedet, das den Wettbewerb im europäischen Telekommunikationsmarkt stärken soll. Ein Kernelement ist die funktionelle Trennung als neue Regulierungsmassnahme. Sie erlaubt es nationalen Aufsichtsbehörden, Telekomkonzerne künftig zu zwingen, ihre Netze von den damit angebotenen Diensten zu trennen. Die Kommission erhofft sich davon einen leichteren Marktzugang für neue Telekomanbieter. Sie will weiter eine neue europaweite Telekom-Aufsichtsbehörde schaffen. Diese soll auch dafür sorgen, dass Dienste wie Breitband-Internet oder Handy-Nutzung im Flugzeug in den 27 EU-Staaten einheitlicher reguliert werden. (bis.)