jeudi 13 mars 2008

Entbündelung der letzten Meile: Erst 1400 Haushalte sind unabhängig

Entbündelung der letzten Meile: Erst 1400 Haushalte sind unabhängig


Knapp ein Jahr nachdem das Parlament die letzte Meile der Swisscom von der Telefonzentrale zum Hausanschluss geknackt hat, ist die Öffnung noch kaum beim Endkunden angekommen. Bislang sind nur 1400 Anschlüsse von der Swisscom unabhängig.

Dabei wären derzeit 1,5 Millionen Haushalte erreichbar, sagte Swisscom Wholesale-Chef Daniel Staub im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA bei der Eröffnung der ersten Telefonzentrale, die Swisscom-Konkurrentin Sunrise in Bern entbündelt hat.

Insgesamt habe die Swisscom rund 150 Telefonzentralen für die Wettbewerber geöffnet. Die Konkurrenten können dort eigene Anlagen installieren, um ihren Kunden eigene, von der Swisscom unabhängige Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

Bislang hat die Swisscom mit 22 der rund 30 Konkurrenten, die das Swisscom-Netz nutzen, Verträge zur Entbündelung der Telefonzentralen unterzeichnet.

Von den rund 150 entbündelten Ortszentralen sei rund ein Drittel aller Haushalte erreichbar. Dies seien 1,5 Millionen Anschlüsse, sagte Staub. Die erste Telefonzentrale wurde im Juli entbündelt. Insgesamt hat die Swisscom rund 1400 Telefonzentralen. In die Entbündelung der letzten Meile hat der "Blaue Riese" bisher über 60 Mio. Fr. an Investitionen gesteckt.

"Wir haben viel investiert", sagte Staub: Der Ball liege jetzt bei der Konkurrenz. Am meisten Kunden angeschlossen habe bisher der Westschweizer Telekomanbieter VTX vor dem Kabelnetzbetreiber Cablecom. Auf Platz drei lägen Sunrise und Colt.

sda

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